Tipp des Monats: Dezember

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Winterschutz – es lohnt sich, der Kälte zu trotzen

 
Still und starr ruht der See… da gibt es im Garten doch nichts zu tun, sollte man meinen. Weit gefehlt: Im Dezember kann und muss man eine Menge tun, um Pflanzen vor Frost zu schützen. Der kalte und leider oft auch zu feuchte mitteleuropäischen Winter hat seine Tücken.

Deshalb ist Winterschutz angesagt. Hier sind die besten Tipps:

    Junge Obstbäume mit dünner, …
    … glatter Rinde sind anfällig für Frost. Es können sogenannte Spannungsrisse entstehen, wenn die Wintersonne bei Frost einzelne Rindenbereiche erwärmt. Diese dehnen sich aus, und schon ist das Malheur passiert. Deshalb ist es gut, mit einem Weißanstrich vorzubeugen. Die Sonnenstrahlen werden reflektiert, die Rinde kann sich nicht so stark erwärmen.
    Die Rinde junger Zierbäume reißt …
    … aus den gleichen Gründen. Ein Weißanstrich sähe hier etwas deplatziert aus, deshalb greift man hier lieber zu Jutestreifen oder einer Rohrmatte. Auch ein Holzbrett kann gute Dienste leisten: In Südostrichtung ausgerichtet, spendet es Schatten.
    Rosen müssen unbedingt geschützt werden:
    bitte mit humusreicher Erde und anschließend mit Tannengrün abdecken. Die empfindliche Veredlungsstelle an der Triebbasis der Sträucher wird durch Anhäufeln mit Erde oder Mulch vor Frost geschützt, besonders bei Beet-, Edel- und Strauchrosen. Bei Hochstammrosen schützt man die gesamte Krone, am besten mit einer Vlieshaube.
    Bei Kamelien, dem Mittelmeer-Schneeball oder …
    … der Kupfer-Glanzmispel sollte der Wurzelbereich großflächig mit einer rund 30 Zentimeter dicken Mulchabdeckung versehen werden. Dann kann der Frost nicht so tief in den Boden eindringen.
    Dahlien sind empfindlich, selbst milde Winter …
    … setzen ihnen zu. Also: Ausgraben vor den ersten Nachtfrösten, ab damit in die Kiste (mit Sand-Humus-Gemisch), kalt und frostfrei in einem dunklen Raum oder Keller einlagern. Montbretien und Gladiolen können draußen bleiben, brauchen aber eine Abdeckung aus Laub oder gehäckselter Rinde.
    Lavendel, Bartblume und vor allem die Zistrose …
    … werfen im Herbst ihre Blätter ab – und doch erfrieren sie in kalten Wintern. Grund ist zu viel Nässe. Also: Auf sandige und durchlässige Böden achten. Und es kann auch hier nicht schaden, mit Mulch und Tannenreisig zu arbeiten.
    Immergrüne Steingartenstauden aus alpinen Regionen …
    … sind in ihrer natürlichen Heimat im Winter durch eine hohe Schneedecke vor Frostschäden geschützt. Im Flachland fehlt der Schnee! Deshalb sollte man seinen Steingarten bei Bodenfrost mit Kunststoffvlies abdecken.
    Winterschutz brauchen auch Buchsbaum, …
    … Fächer-Ahorn und andere winterharte Gartenpflanzen, die im Topf gehalten werden. Denn in den Wurzelballen kann Frost seitlich eindringen. Deshalb geht man so vor: Man stellt den Topf in eine große Holzkiste, die etwan10 Zentimeter hoch mit Rindenmulch befüllt wurde. Dann wird mit Rindenmulch oder Laub aufgefüllt, der Raum zwischen Kübel und Kistenwand wird „abgedichtet“. Anschließend wird die Kiste dicht an einer Hauswand aufgestellt, so bleibt sie vor starken Niederschlägen und kalten Ostwinden geschützt. Viel Komfort bieten Bastmatten, die man um die Töpfe legt und fixiert. Eine Styroporplatte als Untersetzer ist ebenfalls zu empfehlen.
    Die Hanfpalme hat in unseren Regionen gute »Überlebenschancen«.
    … Am Stamm-Ende, wo die neuen Blätter austreiben, ist sie jedoch nässeempfindlich. Am besten bindet man alle Blätter hoch und schützt den Kern mit einem Strohpolster (bitte oben mit Folie abdecken). Falls es sehr stark friert, sollte man den Wurzelbereich dick mulchen und den Stamm mit Vlies oder einer Rohrmatte umwickeln.
    Küchenkräuter halten den Winter gut aus, …
    … bei Rosmarin kann man vorsorglich mit Reisig abdecken oder einfach einen umgedrehten alten Weidenkorb verwenden. Salbei sollte man zurückschneiden, das macht die weichen Triebspitzen unempfindlicher.
     

    Sie sehen, auch im Dezember gibt es viel zu tun im Garten. Wenn Sie zu speziellen Pflanzen oder zu besonderen Schutzmaßnahmen eine Frage haben, dann sprechen Sie uns an. Wir helfen Ihnen dabei Ihren Garten gut über den Winter zu bringen.